Periode, Menstruation, Schwangerschaft und Verhütung

Was tun bei unerfülltem Kinderwunsch?

Der nicht erfüllte Wunsch nach einem Kind ist ein Problem, das sich oft weitgehend im Verborgenen abspielt. Wenige Menschen sprechen offen darüber. Dabei sind viele Paare betroffen: Etwa jede sechste Ehe bleibt ungewollt kinderlos. Entweder ist die Frau nicht fruchtbar oder der Mann oder beide. Folgende Faktoren können dem Wunsch nach einem Kind im Wege stehen:

  • Übergewicht, Untergewicht
  • Gifte wie Nikotin, Alkohol, Drogen, aber auch Pestizide und Umweltgifte
  • bestimmte Medikamente (Kortison, Krebsmedikamente, Blutdrucksenker, Chemotherapie)
  • Stress, beispielsweise durch Schichtarbeit
  • verschiedene Krankheiten, z. B. Krebs, Virusinfektionen, Diabetes, Störungen an Schilddrüse, Niere oder Leber, aber auch neurologische und psychiatrische Erkrankungen

Behandlungsmöglichkeiten bei unerfülltem Kinderwunsch

Wenn sich der Wunsch nach einem Kind über längere Zeit nicht erfüllt, sollten zunächst gegebenenfalls ungesunde Lebensgewohnheiten abgelegt werden. Wenn gesunde Ernährung, mehr Bewegung, die Optimierung des Körpergewichts und der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten noch immer nicht zum Kind verhelfen, sollte sich das Paar bald in ärztliche Behandlung geben. Vor allem älteren Paaren ist zu raten, sich mit dem Gang zum Arzt nicht zu viel Zeit zu lassen, denn mit zunehmendem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit, ein Kind bekommen zu können, weiter ab. Der Arzt untersucht, ob es hormonelle oder organische Gründe für den unerfüllten Kinderwunsch gibt. Krankheiten wie zu hoher oder zu niedriger Blutdruck sowie entzündliche Krankheiten werden medikamentös behandelt. Sowohl beim Mann als auch bei der Frau kommen hormonelle Behandlungen infrage. Verschlüsse im Samen- bzw. Eileiter können oft behoben werden. Krampfadern in den Hoden lassen sich operativ beheben.

Künstliche Befruchtung

Kommen keine dieser Behandlungsmöglichkeiten infrage oder stellt sich trotz dieser Bemühungen immer noch kein Nachwuchs ein, bleibt der Weg der künstlichen Befruchtung. Eizelle und Samenzelle werden außerhalb des Körpers zur Verschmelzung gebracht. Ob eine Befruchtung tatsächlich stattgefunden hat, kann unter dem Mikroskop überprüft werden. Falls ja, können der Frau die befruchteten Eizellen eingesetzt werden. Manche Frauen haben keine Eizellen (mehr), die zur Zeugung eines Kindes geeignet sind. Eine Möglichkeit für solche Paare ist die Eizellenspende. Dabei wird die Eizelle einer Spenderin mit den Samenzellen des Kinderwunsch-Paares verschmolzen. Der so entstehende Embryo wird der Frau mit Kinderwunsch eingesetzt. Die Eizellenspende in Spanien ermöglicht Frauen eine Schwangerschaft, die auf anderem Wege kein Kind bekommen können.

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