Periode, Menstruation, Schwangerschaft und Verhütung

Was ist eine Eileiterschwangerschaft?

Es existiert keine häufigere Form von Schwangerschaften außerhalb der Gebärmutter, wie die Eileiterschwangerschaft. Dabei schafft es die befruchtete Eizelle nicht, den Eileiter zu passieren. Statt, wie gewöhnlich, in die Gebärmutterschleimhaut, nistet sich die befruchtete Eizelle in die Eileiterschleimhaut ein. Kommt es nicht zu einem natürlichen Abstoßen des Embryos, liegt dann eine sogenannte Eileiterschwangerschaft vor.

Wie verläuft eine Eileiterschwangerschaft und wie wird diese diagnostiziert?

Für gewöhnlich passiert die befruchtete Eizelle den Eileiter, um in die Gebärmutter zu gelangen und sich dort einzunisten. Nistet sich die befruchtete Eizelle jedoch in der Eileiterschleimhaut ein, kommt es zu einer Eileiterschwangerschaft, da nun dort fälschlicherweise das embryonale Wachstum beginnt. Weil der Embryo dort aber nicht, wie bei einer normalen Schwangerschaft, mit lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt werden kann, tritt meist ein natürlicher Schwangerschaftsabbruch ein, und der Embryo wird abgestoßen. Die Wahrscheinlichkeit einer Eileiterschwangerschaft besteht in der Regel solange, bis der Embryo in der Gebärmutter mittels Ultraschall sichtbar wird. Daher ist es sehr schwierig, eine Eileiterschwangerschaft frühzeitig zu diagnostizieren. Die schwangere Frau empfindet dabei anfangs auch keinerlei Schmerzen oder ähnliche Symptome. Erste Warnsignale sind Schmierblutungen oder menstruationstypischen Blutungen, welche im Verlauf einer normalen Schwangerschaft eigentlich ausbleiben. Trotzdem lässt sich immer noch nicht genau feststellen, ob es sich um eine Eileiterschwangerschaft handeln könnte, da der Embryo noch zu klein ist, um ihn auf dem Ultraschallbild erkennen zu können. Im weiteren Verlauf einer möglichen Eileiterschwangerschaft treten starke Bauchschmerzen und Fieber auf. Jedoch kann eine hundertprozentige Eileiterschwangerschaft immer noch nicht sicher festgestellt werden.
Treten plötzlich unerwartet starke Unterleibsschmerzen auf, könnte dies ein Zeichen für einen sogenannten Eileiterbruch sein. Da dies starke innerliche Blutungen in der Bauchhöhle auslöst, kann diese Situation für die Schwangere lebensgefährlich werden. Hier muss unbedingt Ruhe bewahrt, und schnellstmöglich der Notarzt verständigt werden.

Operativer Eingriff in die Eileiterschwangerschaft

Man wird erst einmal eine Bauchspiegelung bei der Schwangeren durchführen, um eine eventuelle Notoperation einzuleiten. Dann wird ein Bauchschnitt vorgenommen. Der Eileiter wird längs aufgeschnitten, und man entfernt sorgfältig das embryonale Gewebe. Trägt der betroffene Eileiter Schäden davon, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können, wird dieser meist vollständig entfernt.

Folgen nach einem operativen Abbruch

Oftmals bleiben Frauen nach solch einem Eingriff unfruchtbar, oder es besteht ein hohes Risiko für eine erneute Eileiterschwangerschaft, da sich durch die Operation und die Abheilung Narbengewebe im Eileiter gebildet hat. Nicht zu vergessen sind auch die psychischen Auswirkungen, die eine solche Prozedur auf die Frau hat. Denn die Frage, ob sie danach noch einmal schwanger werden kann, und ob diese Schwangerschaft dann ohne erneute Komplikationen verlaufen wird, bleibt meist ungeklärt.

Was können Ursachen für eine Eileiterschwangerschaft sein?

Es kann viele Ursachen geben. Zum Beispiel eine nicht richtig auskurierte vorangegangene Genitalinfektion oder eine nicht korrekt durchgeführte Sterilisation. Außerdem können auch künstliche Befruchtungen oder frühere operative Eingriffe mit anschließender Vernarbung im Heilungsprozess ursächlich sein. Auch Verwachsungen oder Wucherungen im Bauch oder im Eileiterbereich können dies begünstigen. Sogar die Verwendung von Hormonspiralen zur Verhütung kann ein Auslöser sein.

Wie kann man eine Eileiterschwangerschaft rechtzeitig erkennen?

Stößt der Eileiter die befruchtete Eizelle von selbst ab, wird das abgestoßene Gewebe in die Gebärmutter transportiert. Dort wird es mit der nächsten Periode ausgestoßen. Die Frau bemerkt dies nur, wenn ihr hCG-Wert, ein im Blut und Urin schwangerer Frauen erhöht konzentriertes Schwangerschaftshormon, wieder sinkt und die Periode wieder normal einsetzt. Bricht der Körper die Eileiterschwangerschaft nicht von selbst ab, kann Frauen auch das Medikament Methotrexat verabreicht werden.

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