Periode, Menstruation, Schwangerschaft und Verhütung

Was ist ein Leiomyom?

Unter einem Myom versteht man einen gutartigen Tumor, welcher vorzugsweise an weichem Muskelgewebe ansetzt. Hier setzen die Zellen an, deren Wachstum nicht mehr gesteuert werden kann. Immer neue Zellen bilden sich und so entsteht eine große Ansammlung an überschüssigen Zellen, die einen Tumor bilden. Unterschieden wird der Myom in vier Hauptgruppen. 

  • Leiomyom: aus glatten Muskelfasern bestehend und tritt zu 90% im Uterus auf.
  • Fibroleiomyom: enthält nicht nur Muskelgewebe, sondern auch sehr viel Bindegwebe.
  • Adrenomyom: besteht aus Muskelzellen und auch aus Drüsen.
  • Rahbdomyom: meist aus quergestreiften Herzmuskelfasern oder aus Skelettmuskelfasern bestehend.

Leiomyom – Das Krankheitsbild

Dieser Tumor ist der am häufigsten auftretende gutartige Muskeltumor in der Gebärmutter. Dieses Myom (= gutartiger Tumor in Muskelgewebe) setzt vor allem in sehr weichem Muskelgewebe an, wie es extrem in der Gebärmutter zu finden ist. Zu 90% lässt sich der gutartige Tumor hier finden, doch auch in anderem Areal des Körpers, in welches es weiches Muskelgewebe gibt, kann er sich bilden. So entsteht der Leiomyom in der Speiseröhre und auch in den ableitenden Harnwegen. Gerne setzt der Tumor aber auch in den Nieren oder im Dünndarm an, wo besonders viel des weichen Gewebes vorzufinden ist.

Bemerkbarkeit: Symptome und Folgen

Leider lassen sich diese Tumore oftmals nicht bemerken. Selbst wenn sie enorm wachsen zeigen sie dadurch, dass sie gutartig sind, nur wenige oder keinerlei Anzeichen auf. Oftmals wird ein Myom, besonders ein Leiomyom erst durch einen Zufall entdeckt.

Wenn dennoch Symptome auftreten sollten diese so schnell wie möglich registriert werden und einem Arzt mitgeteilt werden. Diese wären beispielsweise eine Veränderung der Menstruation, wobei teilweise Blutklumpen ausfließen, die durch den Tumor entstehen. Auch eine verlängerte Dauer der Monatsblutung ist ein häufiges Anzeichen für einen Leiomyom. Wenn dieses Symptom ausreift und sich steigert kann es sogar zu einer Blutarmut kommen, da sehr viel Blut, auch unabhängig von der Regelblutung, ausgeschieden wird.

Ein weiteres Anzeichen für ein Myom in der Gebärmutter sind Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und ein ziehender Schmerz im Unter-Bauch. Diese Anzeichen sollten mit einem Arzt geklärt werden, da es sonst passieren kann, dass sich der Tumor ungehindert weiter ausbildet. Hierbei kann es zu Erweichen oder Entzünden des betroffenen Gewebes kommen, welches mit starken Schmerzen einhergeht.

Schnelle Hilfe – So wird Leiomyom behandelt

Wenn der gutartige Tumor sehr klein bleibt reicht es, wenn er durch eine regelmäßige Kontrolle mittels Ultraschall überprüft wird. Hierbei kann schnell festgestellt werden, wenn sich das Myom weiterentwickelt.

Sollte das Leiomyom weiter wachsen und auf eine beachtliche Größe von bis zu 15 Zentimetern wachsen, so eignet sich eine operative Entfernung des Tumors am besten. Hierbei wird der Tumor entfernt, jedoch nur, wenn er zuvor für Beschwerden gesorgt hat.

Ansonsten bietet sich die Myomembolisation oder Uterusarterienembolisationan, bei der der Tumor durch einen kleinen Schnitt an der rechten Leiste entfernt wird.

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