Periode, Menstruation, Schwangerschaft und Verhütung

Verhütungsmethoden

Verhütungsmethoden – vom Kräutermix zum Verhütungsring

Empfängnisverhütung ist keineswegs ein Phänomen des modernen Menschen. Schon im Alten Ägypten haben Frauen mit spermienvernichtenden Kräutersalben erfolgreich Schwangerschaften verhütet. Auch im antiken Griechenland und Indien wurden Mittel und Wege gefunden, die Zahl der Schwangerschaften deutlich zu reduzieren. Natürlich funktionierten diese Mittel nicht mit der Sicherheit, die heutige Verhütungsmethoden aufweisen. Aber sie waren immerhin so nützlich, dass ihre Anwendung weite Verbreitung und einen Platz in den Medizinbüchern ihrer Zeit fand.

Eine erste kleine Revolution stellte die Erfindung des Kondoms dar. Im 18. Jahrhundert benutzten die Menschen Kondome aus Tiermembran, im 19. Jahrhundert gab es das erste Kautschukkondom. Seit 1930 verfügen wir nun über Latexkondome. Ihre Zuverlässigkeit in der Verhütung von Schwangerschaften und Krankheiten liegt bei 99,9 % damit sind sie das Verhütungsmittel überhaupt wenn es um Safer Sex geht.

Die zweite Revolution in der Geschichte der Verhütungsmethoden war die Erfindung der Hormonpille. 1960 wurde nach jahrelanger Forschung in den USA die sogenannte Anti-Baby-Pille auf den Markt gebracht. Bis heute ist sie eine der beliebtesten Verhütungsmethoden.

Die sichersten Mittel, um eine Schwangerschaft vorzubeugen, sind die hormonellen Verhütungsmethoden, wie die Anti-Baby-Pille oder der Hormonring. Welches Mittel für eine Frau am sinnvollsten ist, hängt auch von ihren Gewohnheiten ab. Die Hormone müssen in den meisten Fällen mit einer bestimmten Regelmäßigkeit (jeden Tag, alle 28 Tage, alle drei Monate) eingenommen werden. Je nach Persönlichkeit ist es sicherer, jeden Tag daran denken zu müssen, oder nur alle drei Monate. Die meisten Schwangerschaften, die eintreten, obwohl hormonell verhütet wurde, lassen sich wahrscheinlich auf Anwendungsfehler zurückführen. 

Wer als Mann auf Nummer sicher gehen will, sollte immer ein Kondom parat haben. Mit dieser Verhütungsmethode gibt er die Verhütungsverantwortung nicht aus der Hand unschützt zudem seine Partnerin und sich selbst vor Geschlechtskrankheiten.
Wer keine Kinder mehr oder generell nie welche bekommen möchte, kann auch eine Sterilisation in Betracht ziehen. Sie wird vom Gynäkologen oder Urologen durchgeführt und ist auch sehr sicher.

Bei diesem chirurgischen Eingriff stellen sich, genau wie bei den hormonellen Verhütungsmethoden, gesundheitliche Fragen. Beide Verhütungsmethoden stellen einen großen Eingriff in das Hormonsystem dar. Solche Mittel, die eine geringe Dosis an Hormonen beinhalten und trotzdem wirken, sind hochdosierten immer vorzuziehen.
Wer eine Schwangerschaft nicht als Katastrophe empfindet, kann auch auf natürliche Methoden zurückgreifen. Die Frau ist grundsätzlich nur an wenigen Tagen des Zyklus empfängnisbereit. Mit Urinmessern oder Zählkalendern können diese Tage ermittelt werden. Bei diesen Verhütungsmethoden liegt die Sicherheit noch zwischen 90 – 96 %.

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