Periode, Menstruation, Schwangerschaft und Verhütung

Ursachen für eine Fehlgeburt

Wenn eine Schwangerschaft vor dem 29. Woche zu Ende geht, spricht man von einer Fehlgeburt. Droht eine Fehlgeburt, kündigt sie sich meist vorher an. Zeichen dafür können Kontraktionen im Unterbauch und Schmierblutungen sein.

Tritt eine Fehlgeburt bereits in den ersten Schwangerschaftswochen ein, kann man davon ausgehen, dass das Baby nicht gesund war. Eine solche Fehlgeburt in der Frühschwangerschaft kommt sogar häufiger vor, als allgemein angenommen wird. Oft wird sie gar nicht bemerkt, weil die Frau nicht einmal weiß, dass sie schwanger war.

Gründe für eine Fehlgeburt gibt es viele, auch die Erbanlagen der werdenden Mutter spielen dabei eine Rolle. In vielen Fällen einer drohenden Fehlgeburt kann diese auch durch Vorsichtsmaßnahmen wie zum Beispiel Bettruhe verhindert werden. Das ist am erfolgreichsten, wenn die Schwangerschaft so weit fortgeschritten ist, dass beim Fötus bereits Herztöne messbar sind. Viele Blutungen hören dann ganz von selbst wieder auf.

Viruserkrankungen, Schädigungen der Mutter durch Umweltgifte wie etwa Schwermetalle, Erkrankungen, die das Immunsystem betreffen, Nierenerkrankungen und Diabetes zählen zu den häufigsten Ursachen einer Fehlgeburt.
Sehr selten kommt es vor, dass ihr ein Hormonmangel zugrunde liegt. Allerdings haben Studien ergeben, dass für 40 Prozent der Fehlgeburten Fehler in der Erbanlage die Ursache sind. Auch Myome in der Gebärmutter erhöhen das Risiko. Trotzdem bedeutet das nicht, dass Frauen, die darunter leiden, im Fall einer Schwangerschaft zwangsläufig eine Fehlgeburt erleiden.

Bei Frauen, die bereits eine Fehlgeburt hatten, besteht die Gefahr, dass sich dies wiederholt. Immer wieder wird behauptet, dass es auch seelisch bedingt zu einer Fehlgeburt kommen kann. Hierzu existieren sehr widersprüchliche Aussagen.

Oft hinterlässt eine solche Erfahrung große seelische Schmerzen, besonders dann, wenn der Schwangerschaft ein sehr starker Kinderwunsch vorausgegangen ist. Nach dem Erlebnis einer Fehlgeburt braucht die Mutter meist Zeit, um wieder ins Lot zu kommen. Auch wenn es direkt nach dem Einsetzen der normalen Monatsblutung sofort zu einer erneuten Schwangerschaft kommen kann, sollte sich das Paar genau überlegen, ob es tatsächlich der richtige Zeitpunkt ist.
Ein Kind kann man nicht durch ein anderes ersetzen und verdrängen hat noch nie wirklich geholfen, um zu genesen. Eine Aufarbeitung des Erlebten wäre die beste Therapie. Hierbei können erfahrene Psychologen sehr gut helfen.

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