Periode, Menstruation, Schwangerschaft und Verhütung

Schwanger werden mit Ovulationstest: Wissen, wann es funktioniert

Ein Ovulationstest erhöht die Chance, auf natürliche Weise schwanger zu werden, denn es gibt nur wenige Tage im Monat, an denen eine Frau fruchtbar ist: den Tag des Eisprungs und die beiden Tage davor. Ein Ovulationstest bestimmt den Zeitpunkt des Eisprungs und hilft Paaren mit Kinderwunsch so, die geeigneten Tage für einen Empfängnisversuch zu ermitteln. Im Vergleich zu anderen Methoden gilt ein solcher Test als sehr zuverlässig.

Funktionsweise von Ovulationstests

Mit einem Ovulationstest wird der Konzentrationsanstieg des Fruchtbarkeitshormons LH (luteinisierendes Hormon) gemessen. So werden die fruchtbarsten Tage ermittelt, an denen Geschlechtsverkehr stattfinden sollte, um schwanger zu werden. Der Vorteil bei einem Ovulationstest ist, dass Paare nicht monatelang versuchen müssen schwanger zu werden, ohne dass sich der Babywunsch erfüllt, sondern gezielt die fruchtbaren Tage der Frau nutzen können. Auf diese Weise verpassen sie den günstigsten Zeitpunkt schwanger zu werden und kommen ihrer Sehnsucht nach einem eigenen Kind am schnellsten näher.

Zuverlässigkeit von Ovulationstests

Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Ovulationstests, die sich nicht nur durch ihre Verpackung, sondern auch in ihrem System voneinander unterscheiden. Dazu zählen:

  • Teststäbchen: Sie sehen ähnlich wie Schwangerschaftstests aus und stellen das Ergebnis anhand zweier Linien dar.
  • Digitale Ovulationscomputer: Auf dem Display wird nach dem Anstieg des luteinisierenden Hormons (LH) ein Ei oder Smiley angezeigt.
  • Kassettensysteme: Hierbei werden einige Tropfen Urin mit der Pipette auf ein Testfeld geträufelt.

Ovulationstests gelten als sehr zuverlässig, denn die Fruchtbarkeitstests bestimmen den Eisprung, der nötig ist, um schwanger zu werden, indem sie den Hormonspiegel im Urin messen, der kurz vor dem Eisprung rapide ansteigt. Der Test zeigt den Eisprung erst bei einer sehr hohen Konzentration von LH an, sodass das Ergebnis mit 99-prozentiger Sicherheit zutrifft und Paare genau wissen, wann die Chancen am besten stehen, um schwanger zu werden.

Einen Ovulationstest richtig anwenden

Ovulationstests sind rezeptfrei in der Apotheke oder im Internet, wie zum Beispiel bei ovuquick.de, erhältlich und können bequem zu Hause durchgeführt werden. Während der fruchtbaren Tage sollte jeden Tag ein Test durchgeführt werden, weswegen sich in den Ovulationstests auch mehrere Testkassetten oder Stäbchen befinden. Wichtig ist, den Test immer zur selben Uhrzeit durchzuführen, ob morgens oder abends spielt dabei keine Rolle. Wenn dann ein positives Ergebnis angezeigt wird, sollten die Partner bald Geschlechtsverkehr haben, um ihrem Kinderwunsch ein Stück näher zu kommen. Allerdings sollte alles ohne Stress und Druck stattfinden.

Die fruchtbaren Tage bestimmen

Ein kleiner Nachteil bei Ovulationstests ist, dass Frauen relativ genau ihren Zyklus kennen müssen, um zu wissen, wann ihre fruchtbaren Tage sind. Frauen, die ihre Zykluslänge nicht kennen, müssen aus diesem Grund mindestens einen Monat lang ihren Zyklus notieren, bevor sie mit einem Ovulationstest beginnen können. Ein Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Menstruation und endet mit dem Tag vor dem Einsetzen der nächsten Periode. Eine Anleitung, um die genaue Zykluslänge herauszufinden, gibt es beispielsweise im Internet. Alternativ sind in Apotheken Zyklusrechner erhältlich.

Einen Ovalutionstest durchführen

Frauen sollten vier Stunden vor dem Test keinen Urin mehr lassen. Ansonsten funktioniert ein Ovulationstest ähnlich wie ein Schwangerschaftstest:

  1. Die Testspitze wird in Urin getaucht.
  2. Dabei ist es wichtig, die in der Packung angegebene Dauer für das Eintauchen einzuhalten.
  3. Wenn vorhanden, zeigt die Referenzlinie an, ob der Test funktioniert hat.
  4. Nach circa drei Minuten wird das Ergebnis angezeigt. Bei einer Ergebnislinie gilt: Je farbintensiver sie ist, desto höher ist die Konzentration des LH.

Wird nichts angezeigt, bedeutet dies, dass der Hormonspiegel noch nicht gestiegen ist und der Test an den folgenden Tagen zur gleichen Zeit wieder durchgeführt werden muss, bis ein positives Ergebnis zu sehen ist. Zeigt der Ovulationstest einen LH-Anstieg an, sollte in den nächsten 48 Stunden der Geschlechtsverkehr mit dem Partner stattfinden, da die Chancen für eine Schwangerschaft in dieser fruchtbaren Zeit besonders hoch sind.

Es kann allerdings vorkommen, dass der Test auch nach fünf oder mehr Stäbchen bzw. Kassetten nicht positiv wird. Dann ist es ratsam, mit einer zweiten Packung weiter zu testen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich ein Eisprung verschiebt oder ausbleibt. Bleibt der Eisprung häufiger aus, sollte dies mit einem Gynäkologen besprochen werden.

Ovulationstests im Vergleich zu anderen Methoden

Neben dem Ovulationstest sind die Temperaturmess- und Zykluskalendermethode zwei weitere Maßnahmen, die Chance auf eine natürliche Befruchtung zu erhöhen. Der Ovulationstest gilt jedoch als zuverlässigste Methode. Bei der Kalendermethode wird der Menstruationszyklus über mehrere Monate notiert, um den Tag des Eisprungs vorhersagen zu können. Normalerweise findet der Eisprung zwischen dem 12. und 16. Tag vor der nächsten Periode statt. Voraussetzung ist allerdings, dass der Zyklus sehr regelmäßig ist, was bei vielen Frauen nicht zutrifft.

Auch andere Faktoren, wie Stress und Krankheit, können dazu beitragen, dass sich der Zyklus und damit auch der Eisprung verschieben. Nach dem Eisprung steigt die Körpertemperatur einer Frau um 0,4 bis 1 Grad Celsius an. Diese Tatsache macht sich die Körpermesstemperatur zunutze. Voraussetzung für ein Gelingen ist aber auch hier, dass der Zyklus regelmäßig ist.

Außerdem müssen Frauen, die ihre Chance auf eine Schwangerschaft mit der Körpermesstemperatur erhöhen möchten, sehr präzise jeden Morgen vor dem Aufstehen ihre Temperatur mit einem Fieberthermometer messen und notieren. Ein weiterer Nachteil ist, dass mit dieser Methode nur der Eisprung des folgenden Monats vorausgesagt werden kann, da die Temperatur erst nach dem Eisprung ansteigt, die fruchtbaren Tage aber vor und während des Eisprungs sind.

Außerdem gibt es neben dem Eisprung noch andere Gründe, die für einen Anstieg der Körpertemperatur verantwortlich sein können, wie zum Beispiel:

  • Alkoholkonsum
  • heiße Getränke
  • Krankheit
  • unruhiger Schlaf
  • Bewegung

Diese Faktoren können dazu führen, dass die Körpertemperaturmessmethode ungenau wird.

Ovulationstests als Verhütungsmittel

In erster Linie wurden Ovulationstests zwar dazu erfunden, um die Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen, im Umkehrschluss können sie aber auch als Verhütungsmittel verwendet werden, indem Paare an den fruchtbaren Tagen der Frau keinen ungeschützten Geschlechtsverkehr haben und so einer Schwangerschaft vorbeugen.

Somit gelten Ovulationstests als natürliche Verhütungsmethode, die, im Gegensatz zur Pille beispielsweise, ohne Hormone auskommt. Eine weitere natürliche Verhütungsmethode ist der Sensiplan der Arbeitsgruppe „Natürliche Familienplanung“, der sich auf die Veränderung von Körpertemperatur und Zervixschleim bezieht. Auch der Sensiplan folgt genau wie ein Ovulationstest, dem Zyklus einer Frau, um eine Schwangerschaft zu begünstigen oder ihr vorzubeugen und ist ebenfalls frei von gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen. 

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>