Periode, Menstruation, Schwangerschaft und Verhütung

Regelmäßige Vorsorge beim Frauenarzt – in jedem Alter wichtig

Nicht nur die regelmäßigen Kontrollen in der Schwangerschaft schützen Mutter und Kind vor möglichen Komplikationen. Es gibt eine ungeheure Zahl an Erkrankungen, die an den weiblichen Geschlechtsorganen auftreten. Daher ist der Besuch bei Frauenarzt immens wichtig und sollte regelmäßig stattfinden.

Früherkennung schützt vor Krankheit

Nur bei regelmäßig stattfindenden Früherkennungsuntersuchungen können Krankheiten und Störungen erkannt werden. Deshalb sollte jede Frau ab dem 20. Lebensjahr einmal jährlich zur Vorsorge beim Frauenarzt gehen. Der Frauenarzt hilft nicht nur bei akuten und chronischen Krankheiten, er kann durch seine diagnostischen Möglichkeiten auch Brustkrebs und andere schwere Erkrankungen rechtzeitig erkennen, sodass eine aussichtsreiche Behandlung möglich ist.

Auch wenn die meisten Frauen den Besuch beim Frauenarzt als unangenehm empfinden, sollten sie ihn nicht aus falscher Scham vermeiden. Gerade junge Mädchen sollten rechtzeitig zum Arzt gehen, sobald sie ein Verhütungsmittel benötigen. Nur so kann eine ungewollte Schwangerschaft vermieden werden. Vielleicht kostet es Überwindung, wenn im Elternhaus nicht offen über Sexualität gesprochen wird, doch in den meisten Ärzten finden Frauen geschulte Ansprechpartner, die auf ihre Fragen eingehen können.

Es gibt keinen konkreten Zeitpunkt, wann ein junges Mädchen zum ersten Mal den Frauenarzt aufsuchen sollte. Gibt es keine Beschwerden oder den Wunsch nach einer speziellen Impfung, ist beispielsweise der erste Freund ein konkreter Anlass.

Verhütung und Schwangerschaft

Diese Themen bestimmen viele Jahrzehnte das Leben einer Frau. Gleichzeitig sind die weiblichen Geschlechtsorgane anfällig für bestimmte Krankheiten. Daher ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen von großer Wichtigkeit. Treten untypische Beschwerden oder Blutungen außerhalb des normalen Zyklus auf, sollte umgehend der Arzt aufgesucht werden.
Für die Verhütung stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Wahl. Mit jeder einzelnen Methode hängen aber auch verschiedene Risiken zusammen. Über diese Risiken aufzuklären, ist auch Aufgabe des Frauenarztes.


Frauen während einer Schwangerschaft und ein Kind während des Wachsens im Mutterleib begleiten zu können, ist eines der Hauptmotive für die Berufswahl Gynäkologe. Tatsächlich hat es etwas Faszinierendes, zum ersten Mal die Herztöne des Ungeborenen am Aufzeichnungsgerät mitverfolgen zu können. Doch die Aufgaben eines Gynäkologen sind in allen Phasen der Schwangerschaft nicht immer so positiv. In jedem Lebensalter und jeder Schwangerschaftsphase sind Mutter und Kind Bedrohungen ausgesetzt. Auch heute kommt es bei Geburten immer noch schweren Komplikationen oder Todesfällen. Daher ist die frühzeitige, konstante Überwachung von Mutter und Kind in der Schwangerschaft wichtig. Schon im Mutterleib können Krankheiten diagnostiziert und gegebenenfalls Therapien eingeleitet werden.

In der gesetzlich empfohlenen Schwangerschaftsvorsorge wird jeden Monat eine gründliche Untersuchung durchgeführt. Dazu gehören drei Ultraschall-Screenings im gesamten Schwangerschaftszeitraum. Hierbei wird nicht nur der Herzschlag des Kindes, sondern auch  auch dessen zeitgerechte Entwicklung überwacht. Bestehen Auffälligkeiten, geht man ihnen intensiv nach. Auch die Vitalität und die richtige Lage des Kindes werden überprüft. Auch nach der Geburt sollte die junge Mutter regelmäßig zur gynäkologischen Kontrolle gehen und überprüfen lassen, ob alle Entwicklungen im normalen Rahmen verlaufen.

Krebsvorsorge beim Frauenarzt

Sie sind uneingeschränkt zweckmäßig und sollte von jeder Frau entsprechenden Alters wahrgenommen werden. Frauen sollten nicht erst bei Beschwerden den Frauenarzt aufsuchen. Vor jeder körperlichen Untersuchung steht ein ausführliches Gespräch. Die gynäkologischen Vorsorgeuntersuchungen gelten der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs, Brustkrebs und Eierstockkrebs. Eine Ultraschalluntersuchung ist zur Früherkennung von Eierstockkrebs nicht geeignet, denn hierbei werden nur einige Krebsarten lokalisiert.

In Deutschland wird jede Frau ab dem 20. Lebensjahr dazu aufgefordert, jährlich eine Krebsfrüherkennung durchführen zu lassen. Nicht alle Untersuchung muss man jährlich wiederholen. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Zur Früherkennung gehören die gynäkologische Untersuchung der äußeren und inneren Geschlechtsorgane, eine Scheidenspiegelung und ein Abstrich. Ab dem 30. Lebensjahr zählen zur Vorsorge auch die Tastuntersuchung der Brust und eine Anleitung zur Selbstuntersuchung. Zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr wird alle zwei Jahre eine Mammographie durchgeführt. Haben Frauen ein erhöhtes Brustkrebsrisiko (beispielsweise erblich bedingt), findet die Mammographie sogar jährlich statt.
Bei einem verdächtigen Befund leitet der Frauenarzt sofort die erforderlichen Schritte ein. Es folgen weitere Kontrolluntersuchungen, bis der Befund eindeutig ist.

Vorsorgeimpfung

Auch Impfungen können Teil der Krebsvorsorge sein, wie beispielsweise die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV-Viren). Sie sind mit verantwortlich für Formen von Gebärmutterhalskrebs, die verstärkt bei Frauen unter 30 Jahren auftreten und wird von den Krankenkassen bezahlt. Durch die Impfung lässt sich bei Mädchen und jungen Frauen die Rate von auffälligen Zellveränderungen am Gebärmutterhals deutlich senken. Langfristig führt sie sogar zu einer Senkung der Krebsrate. Die Impfung schützt vor einer Infektion mit den häufigsten und hoch risikobehafteten HPV-Typen 16 und 18. Der Impfstoff schützt außerdem vor sehr ähnlichen HPV-Viren.

Krebsvorsorge ist in jedem Alter wichtig. In Zeiten hormonelle Umstellung können immer wieder Krankheiten oder Beschwerden auftreten. Auch hier ist der Gynäkologe der richtige Ansprechpartner, um Fragen zu beantworten und Ängste zu beseitigen. Das Aufgabengebiet eines Gynäkologen ist außerordentlich umfangreich und dient dem Schutz einer Frau in allen ihren Lebensphasen.

Die wichtigsten Angebote der gynäkologischen Praxis:

  • Beratung zur Verhütung
  • Allgemeine Vorsorgeuntersuchungen
  • Behandlung von Erkrankungen der äußeren und inneren Geschlechtsorgane
  • Impfungen
  • Ambulante Operationen
  • Krebsvorsorge Untersuchung
  • Beratung bei ungewolltem Kinderwunsch
  • Schwangerschaftsüberwachung

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