Periode, Menstruation, Schwangerschaft und Verhütung

Periodenschmerz als Symptom des Prämenstruellen Syndroms

Der Periodenschmerz ist eines der gravierenderen Symptome des Prämenstruellen Syndroms (PMS). Dies ist eine Kombination aus recht unterschiedlichen Beschwerden, die mit dem Monatszyklus der Frau zusammenhängen. Etwa ein Drittel bis die Hälfte aller Frauen im gebärfähigen Alter leidet daran und somit auch an Periodenschmerz, also Schmerzen im Unterleib.Im Zuge des PMS geht Periodenschmerz oftmals einher mit Hautveränderungen, Übelkeit und Kreislaufbeschwerden, Müdigkeit und Erschöpfung, Spannungen und Schmerzen im Bereich der Brüste und Geschlechtsorgane sowie erhöhte Reizsensibilität (Berührung, Lärm, Geruch, Licht, Arbeits- und Zeitdruck).

Obwohl die genauen Zusammenhänge zwischen Monatsblutung und Periodenschmerz noch nicht eindeutig geklärt sind, sind sie dennoch unbestreitbar. Besonders in der zweiten Hälfte des Zyklus und während der Blutung selbst tritt er vermehrt auf. In den meisten Fällen jedoch wird der Periodenschmerz verursacht durch krampfartige Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur während der Regelblutung selbst. Auch sogenannte versprengte Gebärmutterschleimhaut (Endometriose) kann ein Grund für verstärkten Regelschmerz sein. Hierbei lagern sich Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut an anderen Stellen im Körper als der Gebärmutterhöhle an. Dies geschieht am häufigsten bei der äußeren Gebärmutterwand und den Eierstöcken, aber auch am Bauchfell oder sogar am Darm oder der Blase kann Endometriose mitunter nachgewiesen werden. Sie kann dann in seltenen Fällen mit Blut gefüllte Zysten entwickeln oder die Eierstöcke verkleben. Unter diesen Umständen ist der Periodenschmerz dann besonders stark.

In den meisten Fällen haben sich schmerzlindernde Medikamente bei Periodenschmerz als sehr hilfreich erwiesen. Empfohlen werden hier die nicht-steroidalen Antirheumaka, solange sie dem Magen verträglich sind. Außerdem helfen krampflösende Arzneimittel gegen Periodenschmerz. Sie fördern die allgemeine Entspannung und können so die Schmerzen zumindest teilweise reduzieren. Wärmflaschen, regelmäßige Bewegung und Tees wie Schafsgarbetee können diese Wirkung noch unterstützen. Häufig wird die Einnahme von Hormonen, beispielsweise die Anti-Baby-Pille, gegen den Periodenschmerz empfohlen. Sie beeinträchtigen den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und fördern gleichzeitig ihren Abbau. Dadurch muss weniger Gewebe mit der Blutung abtransportiert werden. Die Gebärmuttermuskulatur verkrampft sich weniger und der Periodenschmerz wird merklich gelindert.

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