Periode, Menstruation, Schwangerschaft und Verhütung

Periode nach der Schwangerschaft

Die Geburt des ersten Kindes ist ein Ereignis im Leben einer jeden jungen Frau, welches nicht nur sehnsüchtig erwartet wird, sondern noch dazu viele Fragen aufwirft. Auch nach der Geburt gibt es unzählige Probleme und Fragestellungen, welche vor allem Erstgebärende beschäftigen. Eine dieser Fragen, welche viele junge Mütter beschäftigt, ist, wann denn die Periode nach der Geburt das erste Mal wieder einsetzt. Nachfolgender Artikel soll nicht nur Antworten auf diese Fragen geben, sondern das Thema Periode nach der Geburt von Grund auf betrachten.

Welche äußeren Faktoren bestimmen die Periode nach der Geburt?
Grundsätzlich gilt: Der weibliche Körper ist keine Maschine und feste Regeln gibt es für ihn nicht. Jede Frau ist anders und dementsprechend setzt auch bei jeder jungen Mutter die erste Regelblutung nach der Geburt zu einem anderen Zeitpunkt ein. Demnach kann die Periode bereits vier Wochen nach der Geburt wieder einsetzen oder aber sich ein Jahr Zeit lassen. Beeinflusst wird dies natürlich durch die äußeren Umstände. Mütter, die ihre Babys stillen und ausschließlich mit Muttermilch ernähren, bekommen ihre erste Regelblutung nach der Geburt deutlich später als andere Frauen. Je häufiger man das Neugeborene am Tag stillt, desto später setzt die Periode nach der Geburt ein – dies kann bis zu ein Jahr dauern. Junge Mütter, die nebenher auch Milchpulver verwenden, bekommen die erste Periode nach der Geburt meist drei bis acht Monate nach der Entbindung. Alle Frauen hingegen, die auf das Stillen komplett verzichten und dem Baby die Flasche geben, bekommen die erste Regelblutung meist bereits vier Wochen nach der Geburt. Diese kann ungewollt heftig ausfallen und schmerzhafter sein als vor der Geburt. Andere Frauen hingegen beschreiben die erste Periode nach der Geburt als weniger stark – auch hier gibt es also keine feste Regel, denn jede Frau ist anders. Bei den meisten Frauen jedoch ist die Periode nach der Geburt nicht nur weniger schmerzhaft, sondern auch sehr viel regelmäßiger als vorher.Einflussfaktoren auf das Einsetzen der ersten Regel nach der Periode:

  • Ernährung des Babys (Fläschchen oder Brust)
  • Stress der Mutter
  • Ernährung der Mutter

Wer sein Baby rund um die Uhr stillt, muss sich für lange Zeit keine Gedanken um das Kaufen von Binden oder Tampons machen. Die typischen Regelbeschwerden und Stimmungsschwankungen gehören nun erst mal der Vergangenheit an – sicher ein Umstand, den viele junge Mütter begrüßen werden.

Sex nach der Geburt
Viele Frauen meinen, dass man nach der Geburt nicht schwanger werden kann. Dies ist ein weit verbreiteter Irrglaube, denn der erste Eisprung nach der Geburt findet vor der ersten Regelblutung statt. Bereits drei Wochen nach der Geburt ist dieser theoretisch möglich. Auch kurz nach der Geburt sollte man daher auf Verhütungsmittel keinesfalls verzichten. Besonders gut geeignet sind hier neben Kondomen auch die Spirale oder das Diaphragma, denn diese haben keinen Einfluss auf die Milchbildung. Sowohl die Spirale als auch das Diaphragma kann von der Frauenärztin jedoch frühestens sechs bis acht Wochen nach der Geburt eingesetzt werden, wenn die Gebärmutter sich vollständig zurückgebildet hat. Eine Verhütung mit der Pille ist ab der ersten Periode nach der Geburt für alle jungen Mütter möglich, die nicht stillen. Die Pille ist zu 99 Prozent sicher, allerdings für Raucherinnen ab einem Alter von 35 Jahren nicht zu empfehlen. Die Pille ist nicht nur eines der sichersten Verhütungsmittel, sondern kann auch bei Menstruationsbeschwerden helfen. Eine recht neue Form der Verhütung ist das Hormontransplantat, welches ebenso wie die Pille zu 99 % sicher ist und selbst von stillenden Müttern benutzt werden kann. Das Diaphragma hingegen hat eine Sicherheit von etwa 80 bis 90 Prozent, ist aber für stillende Mütter ebenso gut geeignet. Wer jedoch keine Lust hat, sich vor dem Geschlechtsverkehr noch einen Fremdkörper einzuführen, sollte eher zur Minipille oder der Hormonspritze als Verhütungsmittel greifen.

Wochenfluss oder erste Regelblutung
Einige junge Frauen sind sich nicht sicher: Ist dies nun bereits wieder die Regelblutung oder immer noch der Wochenfluss? Dieser setzt unmittelbar nach der Geburt ein und entsteht durch die Nachgeburt, welche sich von der Gebärmutterwand gelöst hat. Vor allem in den ersten Tagen nach der Entbindung kann dieser Wochenfluss relativ starke Blutungen verursachen, die mit der Zeit aber immer schwächer werden. Ist der Wochenfluss in den ersten Wochen rötlich bis braun und zähflüssig, ist er nach etwa drei bis sechs Wochen Gelb bis Weißlich. Zwischen drei und fünf Wochen hält dieser Wochenfluss an. Bei allen Frauen, die per Kaiserschnitt entbunden haben, ist dieser schon nach zwei bis drei Wochen vorbei. Wie lange dieser Wochenfluss anhält, hängt übrigens auch von der Zahl der bisherigen Geburten ab: Mit jedem Kind dauert es etwas länger, ehe sich die Gebärmutter wieder regeneriert hat. Die erste Periode schließlich fühlt sich für viele junge Frauen zunächst etwas stärker an. Möglicherweise benötigt man nun saugfähigere Tampons als vor der Geburt. Das Benutzen von Tampons ist übrigens kein Problem, wobei viele Frauen das Einführen zunächst als ungewohnt empfinden. Immerhin ist die Scheide nach den Strapazen der vergangenen Wochen besonders empfindlich. Nach etwa sechs Monatszyklen sollte sich die Menstruation jedoch eingepegelt haben – ist dies nicht der Fall, sollte man seinen Gynäkologen aufsuchen.

Folgende Veränderungen können nach einer Geburt auftreten:

  • Die Periode ist stärker als zuvor
  • Die Monatsblutung ist schwächer als vor der Entbindung
  • Die Periode ist nun, im Gegensatz zu vor der Schwangerschaft, beschwerdefrei
  • Der Zyklus ist nun sehr viel regelmäßiger als vor der Schwangerschaft

Bildquelle: Bigstock-ID: 55320149 by prometeus

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