Periode, Menstruation, Schwangerschaft und Verhütung

Geschlechtskrankheiten bei Frauen

Von einer Geschlechtskrankheit sprechen die Mediziner bei der Gruppe von Infektionskrankheiten, die überwiegend durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden, obwohl es auch andere Übertragungswege geben kann. Die Krankheitserreger sind Bakterien, Viren, Pilze, Protozoen und Arthropoden.

Klassische Geschlechtskrankheiten, die Männer und Frauen gleichermaßen bekommen können sind:

  • Syphillis – eine sehr gefährliche, meldepflichtige Infektionskrankheit, verursacht durch das Bakterium Treponema pallidum. Wird die Krankheit nicht behandelt und chronisch, kommt es zu vielfältigem Haut-und Organbefall und sogar zu Zerstörung des Zentralnervensystems. Antibiotika, zum Beispiel Penicillin wirken bei der Erkrankung gut.
  • Gonorrhoe – die auch als “Tripper” bekannte Geschlechtskrankheit ist eine der häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen und weltweit ein großes Gesundheitsproblem. Etwa 60 Millionen Menschen sollen in jedem Jahr neu an Gonorrhoe erkranken. Tritt die Krankheit in der Schwangerschaft auf, kann das ernsthafte Probleme für das ungeborene Kind mit sich bringen. Auch die Gonorrhoe ist mit Antibiotika gut zu behandeln, allerdings machen den Wissenschaftlern zunehmend Antibiotika-resistente Bakterienstämme Sorgen.
  • Ulcus Molle und Lymphogranuloma – sind in Europa sehr selten auftretende aber in der Dritten Welt und vorallem in den Tropen häufig auftretende Geschlechtskrankheiten, die im Anfangsstadium häufig mit der Syphillis verwechselt werden. Sie sind ebenfalls gut mit Antibiotika behandelbar.

Heute erkranken in Europa wesentlich weniger Frauen an den klassischen Geschlechtskrankheiten, dafür sind aber Infektionen mit Chlamydien und Trichomadien auf dem Vormarsch. Aus anatomischen Gründen trifft die Chlamydien-Infektion besonders häufig junge Frauen und Mädchen, bei ihnen ist der Muttermund besonders infektionsanfällig. Es gibt verschiedene Chlamydien-Unterarten, einige können, wenn sie unbehandelt bleiben, sehr schwere Entzündungen der Augen, der Bronchien und der Lunge auslösen. Bei sofortiger Behandlung ist die Heilungsprognose sehr gut.

Eine andere sehr verbreitete Infektionskrankheit, die zu den Geschlechtskrankheiten gezählt wird, ist der Genital-Herpes. Ähnlich wie der Lippenherpes ist diese Erkrankung hoch ansteckend, äußert sich durch extrem juckende und nässende Hautbläschen und tritt immer wieder auf, weil die Herpesviren nach einer Infektion lebenslang latent im Organismus bleiben.

Der Scheidenpilz oder Vaginalpilz kommt bei Frauen auch sehr häufig vor. Mehr als 75 Prozent aller Frauen sind einmal von dieser Pilzerkrankung betroffen. Wenn man unter Scheidenpilz leidet, kann man sich sehr gut auf der Seite www.canesten.de/de/scheidenpilz/ informieren.

Neben den genannten Erkrankungen sind auch noch Feigwarzen eine sehr häufige Geschlechtskrankheit vor allem jüngerer Frauen. Sie werden durch sogenannte humane Papillomaviren ausgelöst. Besonders gefährlich sind diese Viren, weil sie unter Umständen Gebärmutterhalskrebs hervorrufen können. Deshalb gibt es seit 2006 eine Schutzimpfung dagegen.

Einen wirklichen Schutz gegen Geschlechtskrankheiten bieten nur Kondome, weshalb man immer – egal, ob Mann oder Frau – auf Safer Sex bestehen sollte!

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