Periode, Menstruation, Schwangerschaft und Verhütung

Formen der künstlichen Befruchtung

Unter künstlicher Befruchtung wird die Herbeiführung einer Schwangerschaft durch einen medizinischen Eingriff verstanden. Diese Möglichkeit ist für viele Paare der letzte Ausweg, wenn es mit der Erfüllung des Kinderwunsches einfach nicht klappen will. Auch mit der künstlichen Befruchtung gibt keine 100 prozentige Sicherheit, ein Kind zu bekommen, manchmal sind mehrere Anläufe nötig, manchmal klappt es nie. Aber vielen Menschen wurde seit der Möglichkeit der künstlichen Befruchtung der Wunsch nach einer Familie mit Kind erfüllt. 

Methoden der künstlichen Befruchtung

In der gynäkologischen und rechtlichen Praxis werden in Deutschland vier verschiedene Methoden der künstlichen Befruchtung durchgeführt:

  • Intrauterine Insemination
  • In-Vitro-Fertillisation
  • intra-cytoplasmatische Spermieninjektion
  • Intratubarer Gametentransfer

Die intrauterine Insemination

Diese Methode der künstlichen Befruchtung wird oft angewandt, wenn der männliche Partner keinen Geschlechtsverkehr ausüben kann oder seine Samenqualität nicht gut ist, also zu wenige oder zu langsame Spermien produziert werden. Auch bei Samenspenden kommt die Intrauterine Insemination häufig vor. Mit einem Schlauch werden dabei Spermien entweder in die Gebärmutter, manchmal auch in die Eierstöcke gespritzt.
Weil die Spermien nahe an die Eizelle herankommen, ist eine Befruchtung leichter möglich.

Die in-vitro-Fertillisation

Dabei bekommt die Frau erst einmal eine Hormonbehandlung. Sie sorgt dafür, dass möglichst viele Eizellen reifen. Durch die Scheide werden diese Eizellen abgesaugt. Danach werden durch Masturbation gewonnene Spermien des Partners in einer Schale mit Nährlösung mit den Eizellen zusammengeführt. Bis zu drei befruchtete Eizellen werden
dann ebenfalls durch die Scheide in die Gebärmutter der Frau eingesetzt. Im günstigen Fall nisten sich ein oder mehrere Eier ein und die Schwangerschaft beginnt.

Die intracytoplasmatische Spermieninjektion

Bei dieser Methode der künstlichen Befruchtung wird ein einzelnes männliches Spermium direkt in eine Eizelle der Frau hineingespritzt und nach erfolgreicher Zellteilung der Embryo in der Gebärmutter plaziert. Auch bei dieser Methode ist vor und nach dem Eingriff eine langwierige Hormonbehandlung nötig.

Der intratubare Gametentransfer

Bei diesem nur noch sehr selten durchgeführten operativen Eingriff wird der Frau unter Narkose durch die Bauchdecke der Eileiter punktiert und das befruchtete Ei im gleichen Eingriff eingesetzt.

Alle Methoden zur künstlichen Befruchtung stellen natürlich eine psychische Belastung dar, haben auch Risiken und sind teuer. Die Krankenkassen beteiligen sich nur unter bestimmten Umständen und nur teilweise.

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