Periode, Menstruation, Schwangerschaft und Verhütung

Dreimonatsspritze

Genau wie bei anderen hormonellen Verhütungsmitteln, beeinflussen die im Depot gelagerten und nach und nach freigegebenen Hormone den Hormonhaushalt der Frau so, dass keine befruchtbaren Eizellen mehr entstehen. Diese Beeinflussung ist Chance und Risiko zugleich.Die Dreimonatsspritze – drei Monate nicht an Verhütung denken!
Wer, wie, was?

Die Dreimonatsspritze ist eines von vielen hormonellen Verhütungsmitteln. Ihr Wirkstoff ist Gestagen Medroxyprogesteronacetat, der den Eisprung verhindert. Der Wirkstoff wird mittels einer Spritze alle drei Monate, genau zwischen dem 2. und dem 5. Zyklustag, als Depot in den Gesäß- oder Deltamuskel (Schultergelenk) injiziert.

Wie wirkt sie?
Genau wie bei anderen hormonellen Verhütungsmitteln, beeinflussen die im Depot gelagerten und nach und nach freigegebenen Hormone den Hormonhaushalt der Frau so, dass keine befruchtbaren Eizellen mehr entstehen. Diese Beeinflussung ist Chance und Risiko zugleich. Gerade jungen Frauen bis 21 Jahren wird abgeraten mit der Dreimonatsspritze zu verhüten, da sie das in dem Alter noch anhaltende Wachstum und die Ausprägung der weiblichen Geschlechtsmerkmale beeinflussen kann. Der Pearl-Index liegt durchschnittlich bei 1,0. Das heißt, von 100 Frauen wird in einem ganzen Jahr nur eine Frau schwanger. Die Dreimonatsspritze zählt somit zu den sichersten Verhütungsmitteln

Warum verhüten so viele Frauen mit der Dreimonatsspritze?
Andere hormonelle Verhütungsmittel, wie die Pille oder der Verhütungsring, müssen regelmäßig eingenommen werden (täglich/monatlich). Die Dreimonatsspritze wird alle drei Monate von der Frauenärztin/dem Frauenarzt gesetzt. Somit ist ganze drei Monate lang für die Verhütung gesorgt. Auch bei Magen- und Darmproblemen ist die Dreimonatsspritze ein sicheres Mittel. Neben dieser Sicherheit und der Tatsache, dass die Frau nicht häufig über ihre Verhütung nachdenken muss, hat die Spritze auch keinen störenden Effekt wie der Hormonring.

Welche Nachteile hat die Dreimonatsspritze?
Wer gerne in absehbarer Zeit Kinder bekommen möchte, sollte nicht mit dieser Methode verhüten. Zum einen liegt die Mindestverhütungsdauer bei drei Monaten, zum anderen hält die Wirkung oft bis zu 22 Monate nach Ende der eigentlichen Verhütung an. Das liegt an der relativ hohen Hormonmenge, die dem Körper gespritzt wird. Diese wirkt einerseits in Einzelfällen viel länger als erhofft, andererseits belastet sie den Hormonhaushalt der Patientin dauerhaft. Genau wie bei anderen hormonellen Verhütungsmitteln, steigt auch mit dem Gebrauch der Dreimonatsspritze das Risiko von Gebärmutterhalbskrebs.
Einige Medikamente – Johanniskrautpräparate und manche Antibiotika – schränken die Wirkung zudem ein. Des Weiteren kann es – genau wie bei anderen hormonellen Verhütungsmethoden auch – zu Nebenwirkungen, wie verringerter Libido, Gewichtszunahme und Stimmungsschwankungen kommen. Der Dreimonatsspritze wird zudem noch nachgesagt das Risiko von Osteoporose zu steigern.

Wo bekomme ich sie?
Die Dreimonatsspritze kann ausschließlich vom Frauenarzt verschrieben und gesetzt werden. Dort können sich die Patientinnen auch über mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten informieren. Die Kosten belaufen sich auf etwa 30 € pro Dreimonatsspritze und werden nicht von der Krankenkasse übernommen.

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