Periode, Menstruation, Schwangerschaft und Verhütung

Die häufigsten Geschlechtskrankheiten

Geschlechtskrankheiten sind Krankheiten, die durch sexuellen Kontakt übertragen werden und meistens auch die Geschlechtsorgane befallen. Durch den Austausch von Körperflüssigkeiten beim ungeschützen Sex können Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten von einem Partner zum anderen übertragen werden. Besonders Menschen, die häufig ihre Partner wechseln und ungeschützen Geschlechtsverkehr haben, sind gefährdet.

Die häufigsten Geschlechtskrankheiten, die durch Bakterien übertragen werden sind Syphilis und Gonorrhoe (Tripper). Der Auslöser der Syphilis ist das Bakterium Treponema pallidum und befällt die Genitalien über kleine Mikrorisse, die beim Sex entstehen können. Sowohl beim Mann als auch bei der Frau treten nach einigen Tagen nach der Infektion harte Geschwülste an den Geschlechtsteilen auf, die später eitrig werden können und aufplatzen. Das Sekret, das dabei frei wird, ist höchst ansteckend. Bleibt die Syphilis in diesem Stadium unbehandelt, breitet sich das Bakterium über die Lymphknoten in die Blutbahn aus und kann zu systemischen Symptomen, wie z.B Hautausschlag, Kopfschmerzen und Müdigkeit führen. In einem sehr späten Stadium kann das Bakterium sogar Organe wie Leber und Nieren befallen und im schlimmsten Fall durch Multiorganversagen zum Tod führen. Doch durch den Fortschritt in der Medizin ist die Syphilis nicht mehr tödlich und kann gut mit dem Antibiotikum Penicillin behandelt werden. Die Geschlechtskrankheiten Gonorrhoe bzw. Tripper werden durch das Bakterium Neisseria gonorrhoeae hervorgerufen und sind höchst infektiös. Etwa zehn Tage nach der Infizierung beginnen Schmerzen beim Wasserlassen und ein milchig-eitriges Sekret wird abgesondert. Unbehandelt kann dies zu Unfruchtbarkeit bei beiden Geschlechtern führen. Beim Mann verläuft die Tripper-Infektion meist schlimmer als bei der Frau und ist fast immer von einer Harnröhreninfektion (Blasenentzündung) begleitet, die sehr schmerzhaft ist. Auch hier ist das Mittel der Wahl zur Behandlung eine Antibiotikatherapie mit Penicillin.

Zu den viral übertragbaren Geschlechtskrankheiten gehören Feigwarzen, Herpes genitalis, Hepatitis B und AIDS. Eine Behandlung für Hepatitis B und AIDS gibt es zur Zeit nicht. Die Hepatitis B kann von alleine wieder abklingen und eine Impfung im Kindesalter mit einer Auffrischung im Jugendalter kann einer Infektion vorbeugen. Der Herpes genitalis ist die am häufigsten übertragene Geschlechtskrankheit. Die Symptome dieser Geschlechtskrankheit sind zunächst ein Unwohlsein im Genitalbereich, Jucken, Brennen und Schmerzen an den Genitalien. Im fortgeschrittenen Stadium bilden sich kleine Bläschen, die mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt sind und beim Aufplatzen höchst ansteckend sind und eitrig vernarben können. Weitere systemische Folgen sind allgemeine Krankheitssymptome wie Kopfschmerzen, Fieber und Müdigkeit. Der Herpes genitalis ist nicht heilbar. Nach einer einmaligen Ansteckung ist man lebenslang mit dem Virus infiziert. Die aufgetreteten Symptome klingen nach einigen Wochen wieder ab. Zur Überbrückung dieser Zeit können Virostatika (Virus abtötende Medikamente) verabreicht werden, die den Prozess beschleunigen. Ein Rückfall der Krankheit ist immer möglich, besonders aber, wenn das Immunsystem durch eine andere Krankheit, z.B. eine Erkältung, geschwächt ist.

Der Pilz Candida albicans kann sowohl beim Mann als auch bei der Frau Geschlechtskrankheiten auslösen. Bei der Frau handelt es sich hierbei um den Scheidenpilz, der mit einer Entzündung der äußeren und inneren Schamlippen, die sehr schmerzhaft sein kann, einhergeht. Beim Mann befindet sich der Pilz am Penis. Bei beiden Geschlechtern führen diese Geschlechtskrankheiten zu massivem Juckreiz und Brennen an den Genitalien. Die Behandlung dieser von Pilzen ausgelösten Geschlechtskrankheiten gelingt mit Antimykotika, spezielle Medikamente gegen Pilzbefall. Nach erfolgreicher Therapie treten diese Arten von Geschlechtskrankheiten nicht wieder auf.

Generell ist zu sagen, dass alle Geschlechtskrankheiten durch ungeschützen Sexualverkehr übertragen werden und durch das Benutzen von Kondomen verhindert werden können. Es gibt Geschlechtskrankheiten, die heilbar sind, aber auch solche, die nach Erstinfektion ein lebenlang Bestehen bleiben. Der Slogan “Kondome schützen” trifft also nicht nur bei AIDS zu, sondern ist bei allen sexuell übertragbaren Geschlechtskrankheiten sehr nützlich. Bei jedem Partnerwechsel sollte also zunächst ein Kondom benutzt werden, um lästigen Geschlechtskrankheiten keine Chance zu bieten.

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