Periode, Menstruation, Schwangerschaft und Verhütung

Die Eierstöcke

Für die Entstehung eines neuen Lebens sind die Eierstöcke unentbehrlich. In ihnen reifen die Eizellen heran, aus welchen sich nach einer Befruchtung ein Embryo entwickelt. Zudem sind sie für den Hormonhaushalt der Frau zuständig.

Eierstöcke: Die inneren Geschlechtsorgane

Jede Frau und jedes Mädchen besitzt Eierstöcke: Jeweils einen im linken und einen im rechten Unterbauch, also zu beiden Seiten der Gebärmutter. In der Fachsprache werden die Eierstöcke als Ovarien bezeichnet, ein einzelner als Ovar. Jeder der Eierstöcke ist etwa einen Zentimeter dick, zwei Zentimeter breit und ungefähr vier Zentimeter lang.
Bei der Geburt eines Mädchens befinden sich in den Eierstöcken ungefähr zwei Millionen Primärfollikel. Kommt das Mädchen ab einem Alter von 10 Jahren in die Pubertät, beginnen die Eierstöcke mit der Hormonproduktion. Dadurch werden die Follikel zur Reifung angeregt und setzen jeden Monat eine Eizelle frei. Durch eine erfolgreiche Befruchtung der Eizelle kann eine Schwangerschaft eintreten und ein neues Leben entstehen. Wird die Eizelle nicht befruchtet, schwemmt der Körper sie zusammen mit überflüssigem Gewebe aus der Gebärmutter wieder aus. Diese Ausscheidung stellt bei Frauen und Mädchen die Periode oder Monatsblutung dar.
Im Leben einer Frau können zwischen 400 und 500 Eizellen in den Eierstöcken heranreifen. Etwa um das 34ste Lebensjahr nimmt die Fruchtbarkeit einer Frau ab und die Anzahl reifer Eizellen reduziert sich. Ab einem Alter von 50 Jahren stellen die Eierstöcke die Produktion der Eizellen ein und die Frau befindet sich in der Menopause.

Die Hormonproduktion

Neben der Reifung von Eizellen sind die Eierstöcke auch für die Ausschüttung der weiblichen Sexualhormone zuständig. Kommt ein junges Mädchen in die Pubertät, reifen zum ersten Mal Follikel, auch Eibläschen genannt, heran. Diese bilden das Östradiol, ein wichtiger Bestandteil des weiblichen Sexualhormons Östrogen. Eines der reifen Follikel bricht beim Eisprung auf und entlässt die Eizelle in den Eileiter.
Der leere, zurückgelassene Follikel, entwickelt sich nun zu einer kleinen Masse. Dieser wird als Gelbkörper bezeichnet, der schließlich Progesterone und Östrogene produziert. Das Gelbkörperhormon Progesteron ist für eine Schwangerschaft unverzichtbar und bereitet die Gebärmutter auf eine Einnistung des befruchteten Eis vor.

Krankheiten

Wie alles im und am menschlichen Körper, können auch die Eierstöcke erkranken. Zu den häufigsten Erkrankungen der Eierstöcke gehören:
  • Eierstockentzündung
  • Tumore
  • Zysten
  • Hypogonadismus(Unterfunktion der Keimdrüsen)
Bei den Tumoren lässt sich zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren unterscheiden. Gutartige Tumore sind die Struma ovari und der Brenner-Tumor. Das Ovarialkarzinom gilt als bösartiger Tumor und ist als Eierstockkrebs bekannt.
Wenn Beschwerden im Unterbauch auftreten, ist es auf jeden Fall besser, frühzeitig einen Frauenarzt aufzusuchen. Denn je früher eine bösartige Erkrankung erkannt wird, desto besser lässt sie sich behandeln.

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