Periode, Menstruation, Schwangerschaft und Verhütung

Diagnose Gebärmutterhalskrebs

In Deutschland erkranken ca. 5000 Frauen jedes Jahr an Gebärmutterhalskrebs. Es handelt sich dabei um Gewebe der Gebärmutter, welches sich bösartig verändert hat. Häufig tritt diese Krebserkrankungen bei Frauen zwischen dem 40. und 49. Lebensjahr auf, jedoch kann sie auch in jungen Jahren auftreten.

Ursachen

Zu den wichtigsten Erregern, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können, gehört das humane Papillomavirus (HPV), welches unterschiedliche Erkrankungen auslösen kann, wie zum Beispiel Genital- oder Hautwarzen. Krebsauslösende Papillomaviren sind HPV-Typ 16 und HPV-Typ 18. Die Viren bauen sich in das Erbgut der Gebärmutterschleimhaut ein und beginnen dort das Gewebe zu verändern, sodass sich die Krebszellen bilden können, die anschließend zu Gebärmutterhalskrebs führen. Die Übertragung von HPV erfolgt vor allem durch Haut- und Schleimkontakt. Zu diesen Kontakten kommt es häufig beim Sex, weshalb Gebärmutterhalskrebs durch den Geschlechtsakt am häufigsten übertragen wird. Nicht alle Papillomaviren sind gefährlich. Häufig stecken sich Menschen mit den Erregern an, die jedoch in den meisten Fällen vom Immunsystem bekämpft werden und anschließend ohne Symptome abgetötet werden. Es gibt Virentypen, die sich im Körper lange aufhalten und chronisch vorhanden sind, jedoch müssen diese nicht zu Gebärmutterhalskrebs führen. Nur in etwa 5% der Fälle kommt es tatsächlich zum Ausbruch von Gebärmutterhalskrebs. Nicht nur Frauen können sich mit dem HP-Virus anstecken, sondern auch Männer können diesen im Körper besitzen und beim Sex übertragen.

Symptome

Generell merken Patienten kaum, dass sie mit den Viren infiziert worden sind. Sollten doch Symptome auftreten, so äußern sich diese vor allem durch blutigen Ausfluss, welcher mit Schmierbluten nach dem Geschlechtsverkehr einhergeht. Es kann ebenfalls zu Schmerzen beim Wasserlassen und beim Stuhlgang kommen. Selten treten auch Schwellungen an den Beinen auf.

Diagnose

Eine frühzeitige Diagnose ist gerade bei Gebärmutterhalskrebs sehr wichtig. Es sollte ab dem 20. Lebensjahr jedes Jahr eine Untersuchung durchgeführt werden, damit diese Krebsart im Frühstadium diagnostiziert werden kann. Der Frauenarzt tastet vor allem das untere Ende der Gebärmutter ab und nimmt kleine Abstrichproben, welche im Labor anschließend auf Viren untersucht werden können.

Therapie

Die Diagnose mag zu Beginn ein großer Schock sein, jedoch kann auch ein fortgeschrittener Gebärmutterhalskrebs mit Hilfe einer Chemotherapie behandelt werden. Die Überlebenschancen sind hierbei relativ hoch, sollte die Therapie gut anschlagen. Sollte Gebärmutterhalskrebs im Frühstadium erkannt worden sein, so lässt sich der Tumor leicht in einer kleinen Operation entfernen.

Vorbeugen

Es sollte beim Geschlechtsverkehr generell immer ein Kondom verwendet werden, damit der infizierte Patient die Viren nicht an seinen Geschlechtspartner übertragen kann. Es sollte ebenfalls darauf geachtet werden, dass eine jährliche Kontrolluntersuchung beim Frauenarzt durchgeführt wird. Es ist auch ratsam, sich gegen die gefährlichen Arten des Papillomvirus impfen zu lassen. Dieser Impfstoff wird jungen Frauen oft verabreicht und bietet ein anhaltenden Schutz.

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