Periode, Menstruation, Schwangerschaft und Verhütung

Der Verhütungsring

Viele Frauen die auf hormonelle Verhütungsmethoden verzichten wollen, haben sich bereits für den Verhütungsring, auch als Nuvaring bekannt, entschieden. Die Dosis der hier verwendeten Hormone ist wesentlich geringer als bei anderen Methoden, dabei bietet er aber trotzdem eine hohe Sicherheit vor der Schwangerschaft – der Pearl Index liegt zwischen 0,4 und 0,65 Prozent, das bedeutet von 1000 Frauen werden im Jahr etwa 4–6 Frauen trotz des Verhütungsrings schwanger. 

Der Verhütungsring kann selbstständig eingesetzt und wieder herausgenommen werden, ein ständiger Besuch des Frauenarztes ist nicht nötig. Er besteht aus medizinischem Kunststoff, sodass Allergien auf das Material sehr selten sind. Er wird dabei wie ein Tampon in die Scheide eingeführt und verbleibt dort drei Wochen. Währenddessen schüttet er Hormone aus, die den Eissprung verhindern, ähnlich wie die Pille. Dadurch, dass sich durch die Hormone die Schleimhäute in der Gebärmutter verändern, kann sich kein Ei dort einnisten. Die Spermien können außerdem durch den zähen Schleim im Gebärmutterhals gar nicht erst in die Gebärmutter gelangen, sodass auch keine Befruchtung stattfinden kann. Nach drei Wochen folgt die einwöchige Pause, während dieser üblicherweise die Regelblutung eintritt und der Ring entfernt wird. Der Verhütungsring funktioniert also ganz ähnlich wie die Pille, nur dass keine orale Einnahme erfolgen muss und der Ring bequem drei Wochen in der Scheide belassen wird. Zudem kann der Ring auch bei Menstruationsbeschwerden, dem PMS (Prämenstruellen Syndrom), bei Zyklusstörungen und bei Hormonstörungen eingesetzt werden und wird in diesem Fall oft von Fachärzten empfohlen. (Quelle: http://verhuetungsring.eu)

Der Verhütungsring hat nur wenige Nebenwirkungen, von denen prozentual nur sehr wenige Frauen betroffen sind. Zu den Nebenwirkungen gehören Stimmungsschwankungen, Libido-Verlsut (weniger Lust auf Geschlechtsverkehr), Depressionen, Kopfschmerzen und Migräne, Gewichtszunahme, Aggressivität, Angstzustände, Müdigkeit und Lustlosigkeit sowie Zwischenblutungen und Pilzinfektionen. Um zu testen, ob man auf den Verhütungsring mit solchen Nebenwirkungen reagiert, sollte auf jeden Fall eine ärztliche Kontrolle stattfinden.

Einige große Vorteile des Verhütungsrings liegen zum Beispiel darin, dass nicht mehr auf die pünktliche Einnahme der Pille geachtet werden muss und der Empfängnisschutz trotzdem gewährleistet ist. Auch stabilisert sich durch den Ring häufig der Zyklus und wird regelmäßiger, zudem treten durch ihn keine Magen-Darm-Störungen auf. Auch ein Fremdkörpergefühl tritt nur in den seltensten Fällen auf, sodass der Ring meist nicht zu spüren ist. Er lässt sich bequem und einfach einsetzen.
Auf den Verhütungsring verzichten sollten starke Raucherinnen Mitte dreißig und Frauen mit erhöhtem Blutdruck. Ebenso sollten Frauen auf den Ring verzichten, wenn sie zu Thrombosen neigen oder eine Lebererkrankung haben.

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