Periode, Menstruation, Schwangerschaft und Verhütung

Das Verhütungsstäbchen

Das seit 2000 im deutschen Handel erhältliche Verhütungsstäbchen ist ein hormonelles Verhütungsmittel. Ähnlich wie die Pille, verhindert es die Entstehung von fruchtbaren Eizellen in den Eierstöcken der Frau. Daneben sorgt es noch für eine eizellenfeindliche Umgebung in der Gebärmutter. Das Verhütungsstäbchen ist ein vier Zentimeter langes und zwei Millimeter dickes Stäbchen, das unter die Haut im Oberarm geschoben wird. Darin befinden sich Gestagene, die gleichmäßig in den Körper abgegeben werden. Ähnlich wie andere hormonelle Verhütungsmittel, ist auch das Stäbchen besonders sicher. Der Hersteller des bisher einzigen Verhütungsstäbchen gibt den Pearlindex mit 0,1 an. Das heißt, dass in zehn Jahren nur eine von 100 Frauen schwanger wird. Diese Angaben gelten nur beschränkt für Frauen, die über 80 Kilogramm wiegen, da hier nicht ausreichend Untersuchungswerte vorliegen. Wichtig ist auch, dass die richtige Lage des Verhütungsstäbchens regelmäßig vom Frauenarzt überprüft wird.

Frauen, die spontan einen Kinderwunsch entwickeln, müssen nicht unbedingt bis zum Ende der drei Jahre warten. Das Verhütungsstäbchen kann auch vor Ablauf der Verhütungszeit entnommen werden und verliert somit sofort seine Wirkung. Wie bei anderen hormonellen Verhütungsmethoden, kann das Wiedereinsetzen der Regelblutungen und des Eisprungs nichtsdestotrotz noch einige Zeit dauern.

Bei der Verwendung des Verhütungsstäbchen sind verschiedene Nebenwirkungen beobachtet worden. Einige Frauen berichten vom völligen Ausbleiben der Periode, andere erfahren hingegen stärkere und unregelmäßige Blutungen. Desweiteren klagen Patientinnen über Kopfschmerzen, Akne, vaginale Entzündungen und Brustschmerzen. Ärzte empfehlen Frauen, die die Verhütung mit dem Verhütungsstäbchen in Erwägung ziehen, den Wirkstoff drei Monate zuvor oral einzunehmen. Mögliche Unverträglichkeiten oder Nebenwirkungen können so entdeckt werden.

Besonders geeignet ist diese Art der Verhütung für Frauen, die ihre Familienplanung langfristig im Blick haben und aus verschiedenen Gründen mit der Verwendung anderer Methoden Probleme hatten. Auch stillende Mütter können das Verhütungsstäbchen problemlos anwenden, da es keine negativen Auswirkungen auf die Muttermilch hat.
Wenig eignet sich diese Methode für Frauen, die gewisse Vorerkrankungen aufweisen wie z. B. Thrombosen, Embolien oder Leberkrankheiten. Ein Besuch beim Haus- und Frauenarzt kann Gewissheit darüber geben, ob diese Verhütungsmethode sinnvoll ist. Wer Angst vor Nadeln und Skalpell hat, sollte auch davon absehen mit dieser Methode zu verhüten. Das Verhütungsstäbchen wird mit einer Hohlnadel eingesetzt und mit einem kleinen Schnitt nach drei Jahren wieder entfernt.

Die Kosten für das Verhütungsstäbchen liegen mit 350€  preislich im mittleren Segment. Dies gilt allerdings nur, wenn die Verhütungswirkung auch die vollen drei Jahre genutzt und das Stäbchen nicht vorher entfernt wird.

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